Die Linke vor dem Absturz?

Intromusik: terrasound.de

Die Skala geht von 1 (sehr gut) bis 10, sehr schlecht. Wo steht Die Linke?
Horst Kahrs: bei 11,1. Wer oder was kann die Partei retten? Oskar Lafontaine jedenfalls tritt nicht mehr an.
Horand Knaup und Wolfgang Storz im Gespräch mit Horst Kahrs, Politik- und Wahlforscher der Rosa Luxemburg-Stiftung.

Fabian Arlt
Fabian Arlt (far) arbeitet in Berlin im Bereich Gamification an der Erforschung, Konzeption, Gestaltung und Realisation von Spielen und schreibt an der Universität der Künste an einer Doktorarbeit über „Entscheidungsspiele: Leadership in Games und Unternehmen“. alivetoplay.weebly.com

3 Kommentare

  1. Die Idee der gleichen Freiheit, die Horst Kahrs als konzeptionell-strategische Erzählung für die politische Linke vorschlägt, trifft meines Erachtens genau den Punkt. Die Freiheitsräume, in denen die Einzelnen sich bewegen, haben sowohl einen gesellschaftlichen Horizont: im Preußen des 18. Jahrhunderts standen andere Möglichkeiten offen, als die Bundesrepublik Deutschland im 21. zu bieten hat. Aber für alle einzelnen existiert auch ein persönlicher Freiheitsraum mit den jeweiligen realistischen und unrealistischen Optionen, Hoffnungen, Befürchtungen. Der Sinn der Gleichheit, den die bürgerliche Revolution meinte, war nie Gleichmacherei, uniformiertes Grau, einheitliches Denken, konformes Sprechen, kommandiertes Handeln, sondern gleiche Freiheiten – die jeder und jede für sich nicht ohne Blick für die anderen nutzt. Auf der Grundlage gleicher Freiheiten kann eine bunte Gesellschaft entstehen, in der ganz verschiedenartige Lebensstile in Respekt voreinander koexistieren. Tatsächlich sehen und erleben wir, wie ungleiche Freiheitschancen zunehmend gespaltene, von Ungerechtigkeiten zerfurchte Länder entstehen lassen, in denen Existenzsorgen, Verschwörungsphantasien und Hassreden das kulturelle Klima verschlechtern und die politische Demokratie gefährden.

  2. Die Intellektuellen sind nicht in der Lage die Kritik zu verstehen. Die Working Class definiert sich durch materiellen Besitz. Gesellschaftliche Stellung ist ihr nicht wichtig. Aber gerade diese ist es, die Intellektuelle in die Politik treibt und auch dort eine gesellschaftliche Stellung anstreben lässt. Minderheitenrechte treten für die Working Class in den Hintergrund weil sie eben genau dieses Streben nach gesellschaftliche Stellung nicht nachvollziehen kann. Gehört jemand der Working Class an, wird der Kampf solidarisch geführt.
    Die Einzige Lösung wäre, sich auf eine Vielfältigkeit zu besinnen und beide Richtungen gleichberechtigt in der Partei zu pushen. Leider ist der Kampf aber immer noch auf Vernichtung von Sahra und Oskar ausgerichtet die stellvertretend für die Working Class Denkweise stehen. So wird die Linke nicht überleben.

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