
„Heute regieren wir in Sachsen-Anhalt und morgen in Deutschland“. Der Satz entfuhr Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, kurz nach 18 Uhr und der ersten Prognose im ZDF. Schon Alice Weidel hatte sich in ihrem siegestrunkenen „Sommerinterview“ zu einem solchen Spruch verstiegen. Es sind gruselige Sätze, die hängen bleiben (und, gewollt oder ungewollt, Assoziationen wecken). Am Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt beginnt das genauere Hinsehen, was die 1.315 315 Wählerinnen und Wähler, die eine gültige Stimme abgegeben haben, eigentlich in diesem kleinen und überalterten Bundesland angerichtet haben.
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