
Die Linke hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin gewonnen – und die Rechtskonservativen drehen völlig durch. Eine große, rote Gefahr wird an die Wand gemalt, und viele Menschen haben nun das Gefühl, sich für ihre Wahl rechtfertigen zu müssen. Dabei bedienen sie leider oft selbst die sogenannte Hufeisentheorie und spielen damit unbewusst denen in die Karten, die progressive Kräfte gezielt diffamieren wollen. Der ständige Vergleich von „links“ und „rechts“ ist nämlich nichts weiter als ein rhetorischer Hütchenspielertrick, und diese Begriffe verlieren völlig an Bedeutung, sobald die selbsternannte Mitte mit ihnen jongliert. Lasst uns aufhören, diese Narrative mitzuspielen, indem wir uns auf diese Vergleiche einlassen. Linke Politik ist nicht „weniger gefährlich“ als rechte Politik. Sie ist überhaupt nicht gefährlich. Gefährlich ist, insbesondere für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, die aktuelle „Spar“-Politik der sogenannten Konservativen (von Parteien, die noch weiter rechts stehen, ganz zu schweigen). Soziale Gerechtigkeit ist nicht gefährlich. Inklusion ist nicht gefährlich. Bezahlbare Mieten sind nicht gefährlich. Außer für diejenigen, die von sozialer Ungerechtigkeit profitieren.
[Der Kommentar erschien zuerst in Krauthausens Newsletter. Und ein paar Blitzlichter aus der Medienlandschaft:
FAZ 21.09. „Verstaatlichen, verschulden, versteuern – was die Berliner Linke plant“
FAZ 21.09. „Enteignungen, Antisemitismus – und dann auch noch Besuch von Remmo“
FAZ 23.09. „Am Brandenburger Tor zur Hölle“
BILD 20.09. „Elif Eralp plant Enteignungen, höhere Steuern, Polizisten einsparen „
BILD 24.09.„Top-Chirurg will nach Linken-Wahlsieg nur noch weg aus Berlin. ‚Es ist einfach unerträglich. Verdummung.‘“
BILD 24.09. „Enteignungsplan der Linken. Muss ich Angst um Haus und Wohnung haben? BILD-Sparfochs klärt auf.“ ‚Gegenaufklärung‘ in der Studie der Hans-Böckler Stiftung „Die Überführung von großen Wohnungsbeständen ins Gemeineigentum“]













