
Die Welt erlebt seit einem Jahr den Versuch, rechtsstaatliche Institutionen in den USA systematisch zu zerstören. Der Destroyer im Weißen Haus hat mit der Ernennung von Richtern im Supreme Court die Attacke langfristig vorbereitet. Heute gestatten sie ihm, die über die Mehrheit im Supreme Court verfügen, nicht alles (siehe das Zoll-Urteil), aber vieles, was er an rechtsstaatlichen Institutionen beseitigen will: die Bindung staatlichen Handels an etablierte rechtliche Regelungen, die Unabhängigkeit der Justiz und die Gewaltenteilung. Wie an eine längst vergangene Zeit wirkt es da, wenn man den 1962 in deutschen Kinos uraufgeführten Western „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ („The Man Who Shot Liberty Valance“) wieder anschaut. Zur Erinnerung: John Fords Western-Klassiker porträtiert drei Typen von Personen und ihr Verhältnis zum Recht. Der eine ist der das Recht verachtende und missachtende Liberty Valance, herausragend von Lee Marvin gespielt. Valance, dem heutigen Gewaltverehrer Trump nicht unähnlich, kennt nur eine Regel, die er akzeptiert und an der er sich orientiert: die von ihm gesetzte. Sein Begehren, meist auf die Anhäufung von Reichtum gerichtet, ist ihm Maßstab seines Handelns.
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