
Fehlt der Griff, ist die Tasse schlecht zu fassen. Haben wir keinen Begriff von einer Sache, tun wir uns schwer, sie zu verstehen; wird sie zum Thema, bleibt vage, wovon die Rede ist. In der Politik ist Weitrechts so ein Phänomen. Mit Weitlinks ist es einfacher, über alle Unterschiede hinweg wird von Sozialismus gesprochen (von Kommunismus kaum noch), und Sozialisten nennen sich gerne auch alle selbst so trotz ihrer inneren Spaltungen, die sie mit Eifer pflegen. Wer weit genug links steht, dem reicht es, „rechts“ zu sagen und „faschistisch“ zu meinen, um allen Übeln einen Namen zu geben. Will man es etwas genauer haben, geht es los: Rechtskonservativ, rechtspopulistisch, nationalsozialistisch, Neonazismus, Franquismus, Bonapartismus, Trumpismus, Rechtsextremismus, Autoritarismus, Faschismus…
Weiterlesen →












