
„Wohl wählen die Toten uns, aber zunächst müssen wir sie gewählt haben.“ (Jean Paul Sartre).
Die Angst, sich mit Theologie zu blamieren, ist groß. Der verhandelte Gegenstand fiel ins Fach, aber das Schweigen der Zunft war unüberhörbar. Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen: dazu sollten Theologen etwas beitragen können. In der öffentlichen Debatte um das letzte große, mit diesem Untertitel versehene Werk von Jürgen Habermas kam von ihrer Seite nichts – außer vorbehaltlose Zustimmung. Darin mehr zu sehen als ein Kneifen vor der kontroversen Debatte fällt schwer. Man beugt sich vor der Autorität des großen Namens und vergisst, wofür der Name steht. Habermas erhebt einen dem zwanglosen Zwang des besseren Arguments unterliegenden Geltungsanspruch. Demnach steht zur Debatte, ob das nachmetaphysische Wissen dem religiösen Glauben den Rang wirklich abgelaufen hat. Wohlgemerkt, wenn es um Wahrheit, nicht um faktische Geltung geht. Aber welcher Theologe argumentiert noch mit Vernunftgründen und gar mit dem Begriff der Wahrheit?













