
Dieses Buch, das jetzt seinen Verlag gefunden hat, als gigantisch zu bezeichnen, ist kein Kotau vor einem vermeintlichen Anspruch, das, was der Bundesrepublik damals entglitten ist, nun auf andere Weise in den Griff zu bekommen; vielmehr ein Versuch, der schrankenlosen Hingabe an einen nur schwer erträglichen Gegenstand Rechnung zu tragen, mit dem emphatischen Wort aber auch der Rührung Ausdruck zu geben. Denn es ist ja nicht möglich, sich diesem Gegenstand ohne eine Portion Donquichotterie zu widmen, erstens um ihn auszuhalten, zweitens, drittens und viertens, um dem, was durch ihn an die Oberfläche, ans Licht, ins Bewusstsein gespült wird, immer neu mit Gutwilligkeit, wörtlich mit gutem Willen, zu begegnen. Gutwilligkeit, nämlich, mit einem Schuss Gutgläubigkeit, und genau nicht eine der vorgefundenen Böswilligkeit kongeniale Schärfe des Urteils vertritt in den Untersuchungen die allgemeine Grundlage des Zusammenlebens, gegen die die Ermittlungen verstießen. Die Koinzidenz von Kalkül und Verblendung, das sie charakterisiert, ist der eigentliche Gegenstand, auch das Drama des Buches. Aber wenn etwas Böses verborgen ist, dann muss es ans Licht, zumal wenn es nicht um Mord, sondern um Aufdeckung geht.
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