
Am 2. August jährt sich zum elften Mal der Holocaust-Gedenktag der Sinti und Roma. Er wurde am 2015 vom Europäischen Parlament beschlossen. Der Tag erinnert an den Mord von mehr als 4000 Sinti und Roma in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944. Sie wurden ermordet, weil die SS in jener Nacht das sogenannte Zigeunerlager von Auschwitz auflöste und die verbliebenen tötete.
Der Holocaust- Gedenktag am 2. August findet kaum Widerhall in Deutschland, sieht man von TAZ, DLF, DW und einigen Landessendeanstalten ab. Nichts spricht dafür, dass es in diesem Jahr anders sein wird, vielleicht kommt er bei „heute“ und „tagesschau“ vor. Die „sympathischste“ Erklärung mag sein, dass der Gedenktag kaum bekannt ist; die weniger sympathische lautet: Der Holocaust an Sinti und Roma wird übersehen beziehungsweise weg-geschwiegen. Dazu mag passen, dass die heutige Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas während ihrer Zeit als Parlamentspräsidentin an diesen Tag am 2. August erinnerte. Ob die amtierenden daran anknüpfen wird? Über Julia Klöckner sagt Google, es gibt „keine politischen Initiativen, Kontroversen oder programmatischen Positionierungen Klöckners, die Sinti und Roma zum zentralen Thema haben“.
Bekannt ist, dass der Antiziganismus wieder Zulauf hat. Unter dieser sozialen „Pest“ leiden Roma in Deutschland, Sinti und auch Jenische, die von glattzüngigen Reaktionären einmal „weiße Zigeuner“ genannt wurden.
Kein Thema insgesamt, das zu Komplimenten auffordert.
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