Wie wir zu Idioten wurden

Bild: geralt auf Pixabay


Warum entwickeln sich moderne Menschen häufig zu Idioten im altgriechischen Sinn, zu Leuten, die sich auf ihre Privatangelegenheiten konzentrieren und Politik zu einer lobbyistisch überlaufenen Klagemauer machen? Den Freiheiten und Fortschritten, aber auch den Irrungen und Wirrungen unserer Gegenwartsgesellschaft liegt eine Gegebenheit zugrunde, die als völlig selbstverständlich gilt und in ihren Konsequenzen nachgerade „bewusstlos“ bleibt: Wir leben als freie und auf sich selbst gestellte Individuen zusammen (und arbeiten in zweckgerichteten und auf sich selbst gestellten Organisationen, die hier unterbelichtet bleiben). Dieses moderne Individuum löst sehnsüchtige Anrufungen des „Wir“ aus, präsidiale Appelle an den Gemeinsinn und den Generalverdacht, auf das Gemeinwohl werde mit hinter dem Rücken gekreuzten Fingern geschworen. „Gesellschaften, die ein hohes Maß an Freiheit gewährleisten“, schreibt Niklas Luhmann (1997, S. 199), „enden in der Unverfügbarkeit des Handelns für kollektive Zwecke und, das ist nur scheinbar paradox, in einem Riesenstaat, der viel Geld braucht, um seine Programme trotz Freiheit zu realisieren.“

Die Einzelnen wachsen zwar in aller Regel in Familien auf, aber die familiären Leitplanken, die in traditionalen Gesellschaften, wenn kein Unglück dazwischen kam, den Lebensweg von der Wiege bis zur Bahre Schritt für Schritt vorgaben, ähneln im Vergleich dazu heute eher Kreidestrichen. Trotz des nachhaltigen Einflusses der „Mitgift“, die das Elternhaus Kindern mit auf den Lebensweg gibt, hat die Gesellschaft seit dem 18. Jahrhundert nach und nach die Perspektive gewechselt: Weniger, woher eine Person kommt, interessiert, mehr, wohin sie gehen will und wie weit sie gekommen ist.

Der abstrakte Hinweis auf „traditionale Gesellschaften“ informiert nicht über die vielen lebenspraktischen, räumlich, sozial und zeitlich spürbaren Veränderungen des Modernisierungsprozesses, der landläufig unter „Industrialisierung“ abgehandelt wird. Stichwörter müssen genügen: Lokale Bindungen werden gelockert, räumliche Mobilität mündet in großstädtische Ballungszentren. Arbeitstätigkeiten verlassen familiäre Zusammenhänge auf der Suche nach unternehmerisch organisierten Arbeitsplätzen. Bildung und berufliche Qualifizierung werden zu allgemeinen, die große Mehrheit erfassenden Voraussetzungen. Soziale Kontakte und Liebesbeziehungen überwinden Standesschranken und können sich als Privatvergnügen entfalten. Laufende Veränderungsprozesse von Techniken, Waren, Moden, Meinungen erzeugen Anpassungsnotwendigkeiten, konservativ und progressiv werden zu konträren Weltanschauungen; ob man hinterherläuft oder vorne mit dabei ist, so oder so kommt man ins Gerede.

Das Individuum hat einen Geburtsort und ein Geschlecht, bekommt einen Namen und eine frühkindliche Sozialisation. Irgendwann, früher oder später, ist der Zeitpunkt, zu dem es entweder selbst beschließt oder sich mit der hartnäckigen Erwartung der Umwelt konfrontiert sieht, auf eigenen Beinen zu stehen, aus dem Fürsorge-Status zur Selbstversorgung überzugehen. Wie und wovon es leben, wer es sein will, wofür es sich interessieren, wozu es welche Meinung haben, mit wem es zusammenleben will, unausweichlich stellen sich solche Fragen. Große Fragen werden sie freilich erst dadurch, dass alternative Antworten möglich sind, dass die Einzelnen tatsächlich eine Wahl haben, sich so oder so oder anders zu entscheiden. Im konkreten Fall mag die Auswahl erbärmlich klein oder riesig sein, Faktum bleibt, dass das Individuum eine Antwort parat haben muss, „was es aus seinem Leben macht“.

Selbst wer „alles hat“, hat das Allermeiste nicht

„Die Steigerung der Erlebens-, Handlungs- und Lebensmöglichkeiten, die Optionensteigerung, ist der augenscheinlichste Vorgang der Modernisierung.“ (Gross, 1994, S. 14f). An dieser Steigerung der Möglichkeiten sieht und rühmt die Selbstdarstellung der Gegenwartsgesellschaft das Positive, das Vielversprechende und Willkommene; das Negative, das Gefährliche und Zerstörerische behandelt der Mainstream als Unfall, als Malheur. Die multiple Krise mit ihren Katastrophenpotentialen, atomar, militärisch, totalitär-terroristisch, ökologisch, sozial, finanz-spekulativ, KI-gesteuert, wird zur Nebensächlichkeit herabgestuft, als ob sie nicht inhärentes Element der Multioptionalität selbst wäre. Das ist jedoch ein anderes, es wäre ein eigenes Kapitel. Bleiben wir in den Fußstapfen des Mainstreams.

Mit wachsender Beschleunigung öffnen sich seit dem 18. Jahrhundert, beginnend in Europa, gesellschaftliche Möglichkeitsräume der Kommunikation, der Produktion, des Konsums in einer Vielzahl und Vielfalt, die ein einzelnes Menschenleben nur zu kleinsten Bruchteilen auszuschöpfen vermag. Selbst wer „alles hat“, hat das Allermeiste nicht. Kein Zuviel ohne den Beigeschmack von zu wenig. Die großen gesellschaftlichen Leistungsfelder, angefangen bei Wirtschaft, Wissenschaft und Militär über Bildung, Gesundheit und Sport bis zu Kunst, Öffentlichkeit und Verkehr entfalten und differenzieren sich in einem Variationsreichtum, zu dem ein einzelnes, sprichwörtlich erfülltes Leben in einem Verhältnis von Maßkrug und Ozean steht.1 Aus dem Zusammenspiel von freier Wahl und optionalem Überfluss resultiert, kulturelle Toleranz vorausgesetzt, die Diversität alltäglicher Lebensgestaltung, die uns insbesondere in Großstädten begegnet.

Foto: Tomascastelazo auf wikimedia commons

Zusammen mit dem variationsreichen Allerlei durchzieht eine Mischung aus Übersättigung und ungenutzten Gelegenheiten moderne Lebensgefühle. Unvorstellbar wird ein gesamtgesellschaftliches Klima entspannter Genügsamkeit, nicht einmal im Wohlstand lebt man wirklich angenehm – weil jedes Ja so viele Neins im Schlepptau hat; weil jedem Tun sich der Gedanke an das gleichzeitig Unterlassene aufdrängt; weil jeder Schritt in eine Richtung bedeutet, allen anderen Wegen den Rücken zu kehren, obwohl dort vielleicht gute Aussichten gewartet hätten. Zufriedenheit verlangt zu verzichten auf unter Umständen doch noch realisierbare Möglichkeiten – ein hartes Los angesichts dessen, was andere schon haben und die Werbung Tag und Nacht verheißt. „Die von anderen Menschen aktualisierten Möglichkeiten sind auch für mich möglich, sind auch meine Möglichkeiten. Nur als Abwehr dessen hat z.B. Eigentum Sinn.“ (Luhmann 1993, S. 32)

„Keine bezahlte Arbeit ist so schlimm wie keine“

Das Verhältnis zwischen den Potentialen der Gesellschaft und den Lebenskapazitäten der Einzelnen wird selten angesprochen, um so häufiger werden die Unterschiede zwischen den Lebensqualitäten, die sich die Einzelnen „leisten“ können, aufgerufen – und zu Recht skandalisiert. In der Perspektive der „Multioptionsgesellschaft“ bleibt die Selbstversorgung auffällig unterbelichtet, die Scheinwerfer sind auf Wahlfreiheit gerichtet. Um auswählen zu können, müssen zum einen die Güter erst einmal hergestellt und die Dienste angeboten werden. Zum anderen ist das Gewählte im Normalfall nicht zu bekommen ohne eine Gegenleistung – am Ende meistens Geld, das für eine Arbeitstätigkeit gezahlt wurde.

Beginnt es seine Unabhängigkeit mit eigenen Entscheidungen zu praktizieren, nimmt es den „actus primus des Menschen, das Überleben“ (Odo Marquard, 2013, S. 19) in die eigene Hand, erfährt das Individuum seine Abhängigkeit von Urteilen, Entscheidungen, Handlungen anderer. Das freigestellte Individuum erweist sich zugleich als belagertes – umzingelt von Erwartungen, Ansprüchen, Zumutungen. Dabei ist es Objekt und Subjekt zugleich, es wird belagert und tritt anderen mit seinen Erwartungen, Anliegen und Anforderungen gegenüber. Kaum eine Situation, kaum eine soziale Beziehung, in welchen die eigenen Möglichkeiten nicht davon abhängen, was man zu bieten hat und was andere davon halten. Der Markt ist der klassische, aber nicht der einzige Fall. Freiheit funktioniert nur getragen von Abhängigkeiten, wie ein Flugzeug nur getragen von aerodynamischen Kräften fliegt.

Die andere Seite des Reichtums an Waren und Dienstleistungen ist eine fein ziselierte Arbeitsteilung mit einer immensen Fülle an technischen, handwerklichen, kaufmännischen, sozialen, kreativen Berufen, an Fach-, Gelegenheitsarbeiten und Bullshit Jobs. Die freie Auswahl, die auch hier herrscht, ist erstens an Qualifkationsmerkmale und zweitens für die meisten Menschen strikt an die Selbstversorgungsfunktion gekoppelt. Deshalb steht als Motto über der Berufswahl „keine bezahlte Arbeit ist so schlimm wie keine“. Die einmal ausgewählte Erwerbstätigkeit bindet, sofern es eine qualifizierte ist, häufig längerfristig, sie lässt sich nicht wechseln wie Hemden und Reiseziele.

Was vernünftige von idiotischer Freiheit unterscheidet

Berufliche Qualifizierung, die bezahlte Wochen- und Lebensarbeitszeit, unbezahlte Reproduktionsarbeiten, Einkaufs- und Konsumzeiten, Freizeitunterhaltung plus Schlaf machen in der Summe Privatangelegenheiten für 24/7 zum Vollbeschäftigungsprogramm. Doch das ist lediglich die Zeitdimension. Das factum brutum, die Folgen der einzelnen Wahlentscheidung jenseits des eigenen Nutzens, bleibt dabei ausgeblendet. Die harte Tatsache, dass jede getroffene Wahl Konsequenzen hat für Gewähltes und für Nichtgewähltes, sinkt herab zu einer zu vernachlässigenden Größe. Interessiert es mich, welche sachlichen und sozialen Auswirkungen mein Wahlverhalten, meine Handlungsweise auf meine Umwelt hat über mein familiäres und freundschaftliches Umfeld hinaus? Oder genügt es zu wissen, was nicht verboten ist, ist erlaubt, und alles andere habe ich nicht mitzuverantworten? Der Idiot nimmt keine Rücksicht, kennt Verantwortung nur für sich selbst, nennt es seine Freiheit und denkt, nach mir die Sintflut.

Was vernünftige von idiotischer Freiheit unterscheidet hat Immanuel Kant zeitlos gültig formuliert: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Dieser Imperativ wird interessanterweise durchgängig als „moralisch“ interpretiert, tatsächlich ist er politisch. Mehr Politik lässt sich in einem einzelnen Satz nicht unterbringen. Wer nicht nur den persönlichen Nutzen, nicht nur den organisationalen Zweck, sondern auch die kollektiven, die gesellschaftlichen Folgen des eigenen Verhaltens mitdenkt, handelt politisch. Der offenkundige Fall, der sich der freien Wahl, der Multioptionsgesellschaft entgegenstellt, ist die politische Entscheidung in der Form des Gesetzes. Als kollektiv verbindliche Entscheidung lässt das Gesetz keine Wahl – außer den Verstoß dagegen.

Der springende Punkt: Das freie und auf sich selbst gestellte Individuum, die zweckgerichtete und auf sich selbst gestellte Organisation wollen unpolitisch entscheiden und handeln – und alle politische Verantwortung Richtung Staat schieben. Sind dann aber beleidigt, wenn dieser Staat politische Verantwortung ihnen gegenüber durchzusetzen versucht.

Aus ihrer apolitischen Grundhaltung heraus erleben Individuen und Organisationen Politik als Hindernis, sie sehen in der Aufforderung, die kollektiven, gesellschaftlichen Folgen des eigenen Verhaltens zu berücksichtigen, eine Beeinträchtigung ihrer Wahlfreiheiten. Politik wird von der Kommune über die Nation bis zu den Vereinten Nationen kritisch beobachtet und naserümpfend kommentiert. Die Öffentlichkeit ist voll des Jammerns über drohende Nachteile für eigene Angelegenheiten und des Meckerns über fehlende Kontrollen des Verhaltens der anderen.

Die größten Idioten sind kapitalistische Organisationen

Die moderne Musterklage formuliert den Vorwurf, dass die anderen mit ihren Entscheidungen und Handlungen unverantwortlich agieren. Für sich selbst nimmt das einzelne Individuum respektive die einzelne Organisation, mindestens klammheimlich, in Anspruch, dem eigenen Nutzen beziehungsweise dem eigenen Zweck möglichst unbeschadet zu folgen, also sich von politischen Bedenken, sozialen und ökologischen Rücksichten nicht behindern zu lassen; und beruhigt sich damit, ohnehin verantwortungsvoller zu sein als die meisten anderen.

In voller Länge auch auf youtube

Die größten Idioten sind kapitalistische Organisationen und der Teil der Wirtschaftswissenschaften, der ihnen einen Freibrief dafür ausstellt, dass Gewinnmaximierung eine gesellschaftliche Wohltat sei. “In a free society, […], there is one and only one social responsibility of business – to use its resources and engage in activities designed to increase its profits so long as it stays within the rules of the game […].” Die Friedman-Maxime ist die Pointe des modernen Katechismus, der lehrt, das Gemeinwohl bilde sich aus der Summe des Eigennutzes.

Welche Koordinationsleistungen, welche Abstimmungsnotwendigkeiten, welche wechselseitigen Rücksichtnahmen müssen erbracht werden für ein schönes Konzert, ein gelungenes Fest, ein hochentwickeltes Wirtschaftsgut wie Werkzeugmaschinen und Smartphonos. Eine gute Gesellschaft aber soll auf die Weise entstehen, dass jeder seinen eigenen Nutzen optimiert. Verdankt sich die Attraktivität solcher Wissenschaft ihrer Frechheit oder ihrer Dummheit? Jeder Fußballverein von der Kreis- bis zur Bundesliga weiß, dass das Ganze etwas anderes ist als die Summe seiner Teile. Es kommt auf jeden einzelnen Spieler, jede einzelne Spielerin der Mannschaft an, aber es kommt eben auch darauf an, was zwischen den Einzelnen passiert, was ihre Beziehungen prägt.

Wäre das kapitalistische Unternehmen nur ein Problem, wie es aus Linksaußen-Sicht oft heißt, nicht auch Lösung, wäre es schon verschwunden. Seinen Geschäften kann es solange nachgehen, wie es für Erwerbstätige und für Kunden (aus welchen Gründen auch immer) annehmbare Lösungen anbietet. Das kapitalistische Unterfangen, (mindestens) mit allen erlaubten Mitteln aus investiertem Geld mehr Geld zu machen, funktioniert nicht ohne „Verbündete“ – nicht ohne Individuen und Organisationen, die ihrerseits ihren Interessen als Arbeitskräfte und als Kunden folgen. Das heißt, jede politische Entscheidung, jede staatliche Intervention hat es mit einer in sich widersprüchlichen, aber mit Blick auf Politik höchst kritischen „Dreierbande“ zu tun. Jeder der drei folgt seiner Idiotie, seinen eigenen Interessen und versucht, dafür die Politik zu instrumentalisieren, die sich mit einer unausgegorenen Mischung aus Versprechungen und Verzweiflung um so etwas wie Gemeinwohl bemüht.

Fassen wir zusammen: Je weniger Personen und Organisationen, die in gemeinsame Zusammenhänge eingebunden sind, auf die kollektiven Auswirkungen ihres je eigenen Handelns achten, je unpolitischer sie sich verhalten, desto dringender werden politische Vorkehrungen, desto größer muss der „Riesenstaat“, muss die staatliche „Regulierungswut“ werden, über die sich die Leute dann – ein närrischer Effekt – umso lauter aufregen. Nur wer Notwendigkeiten begreift, kann sich frei darin bewegen. Luft- und Raumfahrtingenieure schaffen die Schwerkraft nicht ab. Weil sie sie kennen und anerkennen, bringen sie tonnenschwere Maschinen zum Fliegen.


1  Zur Entstehungsgeschichte siehe z. B. Polanyi, K. (1978/1944). The Great Transformation. Suhrkamp; Stihler, A. (1998). Die Entstehung des modernen Konsums. Dunker & Humblot; Ullrich, W. (2008). Haben wollen. Wie funktioniert die Konsumkultur. S. Fischer

Literatur
Friedman, M. (1970). A Friedman Doctrine: The Social Responsibility of Business is to Increase Its Profits. In New York Times Magazine, September 13, 1970. https://www.nytimes.com/1970/09/13/archives/a-friedman-doctrine the-social-responsibility-of-business-is-to.html
Gross, P. (1994). Die Multioptionsgesellschaft. Suhrkamp
Luhmann, N. (1993). Rechtssoziologie. Westdeutscher Verlag
Luhmann, N. (1997). Die Gesellschaft der Gesellschaft. Suhrkamp
Marquard, O. (2013). Der Einzelne. Vorlesungen zur Existenzphilosophie. Reclam


Entdecke mehr von bruchstücke

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hans-Jürgen Arlt
Hans-Jürgen Arlt (at) arbeitet in Berlin als freier Publizist und Sozialwissenschaftler zu den Themenschwerpunkten Kommunikation, Arbeit und Kommunikationsarbeit. Aktuelle Publikationen: "Aufstieg der Rechten, Abstieg der Linken"; "Arbeit und Freiheit. Eine Paradoxie der Moderne"; "Spielen ist unwahrscheinlich. Eine Theorie der ludischen Aktion" (mit Fabian Arlt).

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert