
(Foto: unbekannt; © Familie Goerdeler auf wikimedia commons)
Für die einen war er „Kopf“ und „Motor“ des bürgerlichen Widerstands gegen das NS-Regime und der bekannteste zivile Vertreter eines „anderen Deutschlands“; für andere ein Landesverräter, monarchistischer Antidemokrat und verschleierter Antisemit. Für mich war er der Großonkel aus der Rathenaustraße 23 in Leipzig-Leutzsch, der mich zu einer wachsamen Demokratin gemacht hat: Am 2. Februar jährt sich der 80. Todestag von Carl Friedrich Goerdeler. Sieben Monate nach dem missglückten Attentat auf den Diktator Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er in dem Schuppen des Berliner Gefängnisses Plötzensee als zum Tode verurteilter „Volksverräter“ an einem Haken erhängt. An diesem Mann, dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, reiben sich namhafte Zeithistoriker und Widerstandsforscher bis heute. Für die Familie ist er der große Schatten, der sie begleitet, ermutigt, aber auch belastet.
Weiterlesen →














