
Bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit Slowenien als Gastland war der Philosoph Slavoj Žižek einer der Redner auf der Auftaktveranstaltung. Er machte den Krieg zwischen Israel und der Hamas, zu dem auch die Vorrednerinnen bereits Statements abgegeben hatten, zu seinem Thema. Seine Ausführungen führten zu erheblicher Unruhe im Saal und bei den anwesenden Repräsentanten der Stadt Frankfurt. Besonders der hessische Antisemitismus-Beauftragte, Uwe Becker (CDU), brachte seine Empörung hörbar zum Ausdruck. Anschließend äußerte sich der Direktor der Buchmesse Juergen Boos erleichtert, dass die Rede bis zu ihrem Ende gehalten werden konnte. Die Frankfurter Rundschau fand, Becker sei zu weit gegangen. Sie veröffentlichte das Redemanuskript mit Zustimmung des Autors. Ich sehe hingegen wichtige Argumente, Uwe Becker zu danken, dass er die auf Festveranstaltungen zu übende vornehme Zurückhaltung aufgab und die Provokation publik machte.
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