
In der Klimapolitik macht sich Ernüchterung breit. Die hochfliegenden Pläne einer „großen Transformation“ von Wirtschaft und Gesellschaft, um die Pläne zur Begrenzung des Erderwärmung auf 1,5 Grad umzusetzen, haben nicht erst mit der Abwahl von Regierungen mit ehrgeizigen Klimazielen empfindliche Dämpfer erhalten. Skepsis mit Blick auf die Umsetzbarkeit einer konsequenten Klimapolitik gibt es schon länger. Zum einen würde eine solche Politik, wenn sie irgendeine nachhaltige Wirkung entfalten soll, eine globale Kraftanstrengung erfordern, an der sich nicht nur Deutschland mit seinen 1,6 Prozent und Europa mit 13,2 Prozent Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß beteiligen müssten, sondern alle Länder, in erster Linie die USA, aber auch all die Länder, die sich erst am Anfang oder in einem früheren Stadium der wirtschaftlichen Entwicklung befinden. Zum anderen erscheint es nach den Ergebnissen der letzten Wahlen in vielen Ländern der Welt unwahrscheinlicher denn je, dass sich für die notwendigen Maßnahmen einer Transformation auf Dauer demokratische Mehrheiten finden.
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