
Während der Corona-Pandemie sei ihm schnell klar geworden, „dass die Art und Weise, wie wir über Verschwörungstheorien sprechen, nicht immer die hilfreichste ist. Die Mitglieder der sehr heterogenen Querdenker-Bewegung wurden pauschal als Spinner oder Schwurbler abgewertet“. Die Proteste seien aber zu sehr von außen homogenisiert worden, betont Michael Butter im Interviev mit Thomas Gesterkamp. Butter ist Initiator des EU-Projekts “Comparative Analysis of Conspiracy Theories“. Psychologisch betrachtet, betont er, entstünden Verschwörungstheorien „auf der Basis von Status- und Kontrollverlusten, verursacht etwa durch eine schwere Krankheit oder den Verlust des Arbeitsplatzes, durch das Gefühl, das eigene Leben geht den Bach runter oder wird das bald tun.“ Insofern gehe es um das Bewahren des Sozialstaates oder um Maßnahmen dagegen, dass nicht ganze Landstriche veröden, vor allem im Osten Deutschlands.
Weiterlesen →










