
Es beginnt erneut eine Debatte – die in Deutschland gemieden, mehr: weggedrückt wird – über die extreme Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Ausland. Wirtschaftlich höchst fragil, ökologisch bedenklich – Kritik daran gibt es deshalb schon lange, im Ausland. Aber Deutschlands Eliten aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik sehen in der Schräglagen-Exportwirtschaft nur die Lösung, kein Problem. Jetzt hat das Problem die Oberfläche durchstoßen. Die negativen Folgen einer exzessiven Globalisierung sind im Alltag zu spüren. Vor wenigen Tagen setzte Emmanuel Macron, Frankreichs Präsident, dieses Thema auf die Tagesordnung: Die EU brauche „ein neues europäisches Wachstumsmodell“; sein Land übernimmt im Januar die EU-Ratspräsidentschaft. Und Franz Fehrenbach, jahrelang Spitzenmanager des einflussreichen Stiftungs-Konzern Robert Bosch, zieht in einem Interview diese Bilanz: „Wir sind zu abhängig von anderen Regionen.“
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