
Herr Mau, in der Einleitung Ihres neuen Buches „Triggerpunkte“ verwenden Sie und Ihre beiden Autorenkollegen Thomas Lux und Linus Westhuser zwei gegensätzliche Begriffe, die den Grad der gesellschaftlichen Spaltung charakterisieren sollen: „Kamelgesellschaft” und „Dromedargesellschaft”. Warum verwenden Sie diesen Tiervergleich?
Steffen Mau: Wir haben uns da vom Rücken der Tiere inspirieren lassen. Beim Kamel haben wir zwei Höcker, dazwischen ist ein großer Graben. Hier stehen sich zwei gesellschaftliche Grußgruppen gegenüber, die Differenzen erscheinen unüberbrückbar. Beim Dromedar gibt es einen großen Hügel, die Ränder laufen aus und sind deutlich kleiner.















