
#1 Wo stehen wir? Jedenfalls nicht dort, wo wir müssten. Das Jahr der klimawandelbedingten Negativrekorde ist auch ein Jahr des klimapolitischen Rückschritts. Ein solcher ist nicht nur dann festzustellen, wenn es eine Bewegung zurück hinter den schon erreichten Stand gibt. Denn auch das muss ja festgestellt werden: Es gibt auch Fortschritt, und nicht einmal wenig, siehe etwa der wachsende Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren. Rückschritt kann es aber auch in der Vorwärtsbewegung geben, einfach weil das, was getan, vereinbart, umgesetzt wird, hinter den stets aufs neue zu taxierenden, sich wandelnden Herausforderungen einer biophysikalischen Existenzkrise zurückbleibt, die sich, das jedenfalls ergibt die Gesamtschau der Daten, beschleunigt. Die Lex Wissing, also das Aushöhlen des Klimaschutzgesetzes, ist dafür nur ein Beispiel, eines freilich, das eine Regierung in Aktion zeigt, die sich sowohl über Physik als auch Verfassungsrechtsprechung hinwegzusetzen bereit ist.
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