
Der Anteil an Jobangeboten mit verkürzter Arbeitszeit bei voller Bezahlung sei in den vergangenen fünf Jahren um 848 Prozent gestiegen, analysiert laut Spiegel das Jobportal Indeed, die Nachfrage steige weiter. Aber „die Forderung der IG Metall nach einer Vier-Tage-Woche bei gleichem Lohn in der Stahlindustrie stößt bei der Arbeitgeberseite auf Ablehnung. Eine solche Vereinbarung würde ‚zu einer exorbitanten Kostensteigerung‘ führen und somit ‚zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsposition‘, sagte der Vorstand des Arbeitgeberverbands Stahl, Gerhard Erdmann, der „Bild“-Zeitung“, schreibt das manager magazin. Auf Forderungen, Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten unterhalb der Führungsebene zu verbessern, reagieren Arbeitgeber, solange es sie gibt, mit der Warnung vor Kostensteigerungen und einer Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit. Ingrid Kurz-Scherf, frühere Marburger Professorin für Politik und Geschlechterverhältnis, kommt im Gespräch mit Jutta Roitsch auf interessantere Gedanken.
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