
Theoretisch – leider nur sehr theoretisch – könnte die Ampel in Regierungsverantwortung mit über 30jähriger Verspätung endlich jenen „Gestaltwandel der Moderne“ (Ulrich Beck) einleiten, von dem die Zukunftsdebatten in Westdeutschland gehandelt haben, bevor sie abrupt vom Triumph der „Kapitalistischen Demokratien des Westens (KDW)“ (Claus Offe) am Ende des kalten Krieges abgewürgt wurden. Es waren namhafte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, wie aber auch erfahrene Praktiker und Praktikerinnen in unterschiedlichen Bereichen, u.a. den Gewerkschaften, den Kirchen, sozialen und kulturellen Einrichtungen, vereinzelt auch UnternehmerInnen und ManagerInnen, die sich Gedanken über mögliche Wege in eine „andere Moderne“ machten. Denn längst waren nicht nur „Grenzen des Wachstums“ sichtbar geworden, sondern das westliche Entwicklungsmodell schien an einem Punkt angelangt, an dem sich die Tendenzen der Vergangenheit nicht mehr in die Zukunft verlängern ließen: nur noch Utopien schienen realistisch (Oskar Negt).
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