Intromusik: terrasound.de
Du musst ein Schwein sein in dieser Welt, dann schaffst du es auch im Superwahljahr Aufmerksamkeit zu bekommen.
Geschrieben und gesprochen von Joe Kerr
Weitere Folgen von ‚Auch das noch!‚ gibt es hier.
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Du musst ein Schwein sein in dieser Welt, dann schaffst du es auch im Superwahljahr Aufmerksamkeit zu bekommen.
Geschrieben und gesprochen von Joe Kerr
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In diesem Bundestagswahlkampf zeigten die meisten Plakate der Freien Demokratischen Partei (FDP) das Porträt des Vorsitzenden Christian Lindner. Außerdem waren die politischen Werbeflächen mit kurzen Sätzen wie „Für mehr Freude am Erfinden als am Verbieten“ oder „Aus Liebe zur Freiheit“ drapiert. Das Grundmuster war bei den anderen Parteien nicht viel anders. Aber nur die FDP trägt den Wert der Freiheit in ihrem Namen, und zwar ausschließlich diesen. Andere Parteien werben in verschiedenen Kombinationen mit den Begriffen christlich, sozial, demokratisch und grün. Die FDP aber stellt wie keine andere Partei die Freiheit in den Vordergrund. Deshalb ist es eine legitime Frage, wie sie sich die Zukunft der Gesellschaft vorstellt, wenn sie der Idee der Freiheit folgt.
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Zusammensetzung und Programm der neuen Regierung werden darüber entscheiden (müssen), auf welchem Weg, mit welcher Methode die Transformation zum »grünen Kapitalismus« erfolgen soll: im vollen Vertrauen auf die »entfesselten« Kräfte des Marktes oder getrieben mit Investitionen und Regelwerken eines modernisierten demokratischen Staates. Der Wahlausgang zeigt, dass es in der Bevölkerung keinen eindeutig favorisierten Pfad gibt. Die Offenheit der politischen Situation geht zurück auf unterschiedliche allgemeine Stimmungslagen: den Wunsch nach einem Aufbruch, einem Neustart angesichts der in den letzten Jahren zutage getretenen Unzulänglichkeiten; den Wunsch nach Stabilität, Verlässlichkeit angesichts der erkennbaren (finanziellen, wirtschaftlichen) Risiken; den Wunsch nach Normalität nach den Ausnahmejahren der Pandemie.
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Sportlich machen Wahlergebnisse Spaß, bei denen die eine (eigene) Seite fulminant siegt und die Gegner mit langen Gesichtern in die Röhre schauen. So gesehen ist der Wahlkampf so spannend wie selten zuvor. Aber das ist der Kampf um die Verwaltungsmehrheit – mit den für die Akteure wichtigen Fragen, wer welchen Ministerposten bekommt und wer welche Narrenfreiheit für welche Nische ausleben kann.
Aber für alle, die der Ansicht sind, dass Deutschland und Europa vor gewaltigen strukturellen Herausforderungen stehen, für den ist die Koalitionsfrage bereits beantwortet: Nur eine Regierung mit verfassungsändernden Mehrheiten kann auf die Extremherausforderungen mit angemessenen Lösungen reagieren! Zwar sprechen viele von letzten Gelegenheiten, das Klima noch zu retten, Europa vor dem Zerfall und unsere Gesellschaft vor dem Auseinanderdriften zu bewahren. Aber ist das wirklich immer ernst gemeint?

Der Wahlkampf 2021 war ein besonderer Wahlkampf. Keine Amtsinhaber*in, Pandemie-Einschränkungen und drei allenfalls mittelmäßig überzeugende Kandidat*innen. Es war der Wahlkampf der systematischen Verharmlosung, des cleveren Framings, der Intrigen und des Sturmlaufs eines Stoikers.
Im Folgenden als Lesestück die vier Thesen von Horand Knaup und Wolfgang Storz, die sie im Podcast zum „Thema der Woche“ diskutieren.
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Horand Knaup und Wolfgang Storz über Flachwurzler, Stoiker, Monsteraufgaben und implodierende Parteien
Von Österreichs Fortschritten könnte die deutsche Politik profitieren. Ob im Wohnungsbau, der Verkehrspolitik oder Rentenversorgung. Könnte. Will sie aber nicht. Sie pumpt lieber zig Milliarden in alte Strukturen. Und verliert zu interessanten Alternativen der Nachbarn nicht ein Wort. Auch dann nicht, wenn in Österreich innovative Wege in Sachen Pflege eingeschlagen werden.


Wählen bedeutet, sich zu entscheiden zwischen verschiedenen Alternativen. Für die 60,4 Millionen Stimmberechtigten stehen insgesamt 47 Parteien und 6.211 Kandidat:innen zur Wahl zum Deutschen Bundestag am 26. September. Ob, was und wen sie wählen wollen – wüssten sie es, bräuchten sich die Menschen nicht zu entscheiden oder hätten schon entschieden. Wenn unsichere Wähler:innen auf unsichere Kandidat:innen treffen…
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Was niemand wissen kann, dazu kann jeder etwas sagen, zum Beispiel zum Ausgang der Bundestagswahl.
Geschrieben und gesprochen von Joe Kerr
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Diversity ist in aller Munde, es geht um Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Sexualität, Behinderung, um Diskriminierung von LGBT… . Die Linke Sarah Wagenknecht ärgert sich: Über diese sehr präsenten Identitäts-Debatten drohe das Problem sozialer Diskriminierung endgültig unterzugehen. Ein Beispiel für ihre These: Etwa 30 Prozent der hier lebenden BürgerInnen verfügen (nur?!) über einen Hauptschulabschluss. Rätselfrage: Wie viele Abgeordnete mit Hauptschulabschluss sitzen im Deutschen Bundestag?
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Die Grünen als Verbotspartei – selten war ein Negativ-Framing erfolgreicher.
Und selten war es so falsch: bringt eine Politik der Verbote doch beispielsweise innovationsfeindliche Branchen auf Trab…
Horand Knaup und Wolfgang Storz über eine Zuschreibung, die unzerstörbar erscheint.

Die USA haben Milliarden in Afghanistan verlocht, geht die Erzählung. Das ist nur die halbe Wahrheit. 20 Jahre nach nach 9/11 sind die USA raus aus Afghanistan. Ob der „Krieg gegen den Terror“ dort ein halber Erfolg war oder eine komplette Niederlage, darüber streiten sich Experten. Einig sind sie sich aber in der Regel in einem Punkt: der Krieg in Afghanistan hat die USA sehr, sehr viel Geld gekostet. Aber die Staatskasse ist nicht die ganze Wirtschaft. Es gibt auch noch die Unternehmen und unter diesen die Waffenindustrie.
Weiterlesen →Die Europawissenschaftlerin Ulrike Guérot macht die EU, Merkel sowie die Banken- und Flüchtlingskrise für die Politik von Orbán und der polnischen Regierung mitverantwortlich. Nun sei die EU in einer selbstverschuldeten Abwehrschlacht. Guérot lehrt an der Universität Bonn. Ihr Forschungsschwerpunkt: Konzepte für die Zukunft des europäischen Integrationsprozesses. Ihr Vorschlag, den sie im Interview mit Ludwig Greven erläutert: eine Europäische Republik. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hält heute (15. 09. 2021) ihre Rede zur Lage der Union. Das Interview wurde schon vorher unabhängig davon geführt.


Die Äußerung der Co-Vorsitzende der Partei Die Linke im Frühjahr klang optimistisch: „Wir sind gerade dabei eine Tür zu öffnen, um klarzumachen, dass außer Schwarz-Grün auch Grün-Rot-Rot denkbar wäre.“ Der Interviewer der TAZ hakte nach: „Grün-Rot-Rot würde also nicht daran scheitern, dass deutsche Soldaten im Ausland sind?“ Susanne Hennig-Wellsow: „Alle Soldat*innen müssen zurückkehren.“ Erst Tür auf, dann Tür zu. Der Spitzenkandidat der Berliner Linken, Klaus Lederer, such gerade einen Schlüssel, um sie wieder zu öffnen.
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